Zweimassenschwungrad

Zweimassenschwungrad
Zweimassenschwungrad

Ein Zweimassenschwungrad (auch ZMS genannt), dämpft die Drehschwingungen, die durch 4-Takte, bei dem laufenden Verbrennungsmotor entstehen. 

An der Kurbelwelle entstehen aufgrund der auf- und ab- Bewegungen der Kolben, sowie dem unterschiedlichen Verbrennungsdruck in einzelnen Zylinder Drehschwingungen.

Um Verschleiß, Vibrationen und Geräuschentwicklung zu minimieren, muss das Zweimassenschwungrad diese Schwingungen dämpfen.

Bei einem ZMS handelt es sich um ein Schwungrad mit integriertem Drehschwingungsdämpfer, was verhindert, dass sich die Drehschwingungen des Verbrennungsmotors auf den Antriebsstrang sowie das Getriebe übertragen.

Das ZMS ermöglicht, dass die Motor-Schwingungen effektiv von Getriebe und Antriebsstrang isoliert und die hervorgehenden Geräusche nahezu vollständig im Antriebsstrang absorbiert werden.

Fahrzeuge mit Zweimassenschwungrad haben den Vorteil, dass sie einen größeren Geräusch- und Fahrkomfort bieten, sich das Getriebe aufgrund der geringeren zu synchronisierenden Masse leichter schalten lässt und die Synchronisierung weniger verschleißt. Dank moderner ZMS-Technik wird dem Fahrer ein sicheres, entspanntes und ruck-freies Fahren ermöglicht.

Zweimassenschwungrad
Zweimassenschwungrad
Neben hohem Fahr- und Geräuschkomfort ist durch das Zweimassenschwungrad ein Fahren in verbrauchsgünstigen Betriebsbereichen möglich, wodurch ein wichtiger Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen geleistet wird.
Die Technik des Zweimassenschwungrads ist wartungsfrei und Schäden können von der Kupplung oder vom Motor ausgehen.

Die Drehschwingungsentkopplung des ZMS erzeugt folgende positive Effekte:

  • Die Schwingungsentkopplung erfolgt über den gesamten Drehzahlbereich
  • Ein hoher und gleichmäßiger Geräuschkomfort wird ermöglicht
  • Das Getriebe wird durch die Reduzierung von den Momentenspitzen geschont
  • Der Kraftstoffverbrauch wird reduziert, da im niedrigeren Drehzahlbereich gefahren werden kann
  • Die Lebensdauer der Antriebsstrangkomponenten wird verlängert
  • Der Bauraumbedarf gleicht dem einer Zweischeibenkupplung und ist sehr gering

Zweimassenschwungrad-prüfen:

Eine korrekt durchgeführte Diagnose erspart sehr hohe Kosten. Ein unerkannter Schaden am Schwungrad könnte die Freude an der neuen Kupplung stark reduzieren, weil dann eine zu große Drehschwingung auch an die Kupplung übertragen würde.

Um eine Schädigung des Zweimassenschwungrades zu verhindern, sollte eine defekte Kupplung schnellstmöglich ausgetauscht werden.

Besteht der Verdacht, dass das ZMS defekt ist, empfiehlt es sich, diesen umgehend prüfen zu lassen. Ist das Schwungrad defekt, kann das Auto erst noch gefahren werden. Allerdings kann ein defektes Zweimassenschwungrad ganz erhebliche, kostspielige Folgeschäden nach sich ziehen, zu welchen beispielsweise ein Antriebswellendefekt oder auch Schäden an Kupplung oder Getriebe resultieren können.